Warum wir uns für einen Katamaranurlaub mit unserem 7 Monate alten Sohn entschieden haben
Segeln gehört für uns seit Jahren zum Sommer. Die sanften Wellen, das Gefühl von Freiheit und das Leben an Bord – all das begleitet uns seit wir denken können. Was als kleine Motorboot-Touren begonnen hat, ist längst zu einer echten Leidenschaft geworden: Jedes Jahr chartern wir einen Katamaran, auf dem wir auch übernachten.
Doch dieses Jahr ist alles anders. Im Dezember kam unser Sohn zur Welt – und nun stehen wir vor unserem bisher spannendsten Abenteuer: Bootfahren mit Baby.
Ein neues Kapitel beginnt: Katamaranurlaub mit Baby
Unser Sohn wird im September etwa acht Monate alt sein, wenn wir zu unserer nächsten großen Reise aufbrechen. Und ja – wir haben lange überlegt. Wirklich lange. Ist das nicht zu früh? Ist es sicher? Ist es überhaupt entspannend mit Baby auf einem Boot?
Aber irgendwann wurde uns klar: Nur weil wir jetzt Eltern sind, müssen wir nicht alles aufgeben, was wir lieben. Im Gegenteil – wir glauben, dass es möglich ist, Reisen mit Baby nicht nur kindgerecht, sondern auch wunderschön zu gestalten. Deshalb haben wir entschieden: Wir probieren es aus.
Und genau darum geht es in diesem Blog: Wir möchten euch mitnehmen auf diese Reise – von der ersten Planung bis zur Abfahrt. Der Trip selbst steht noch bevor, aber die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.
Warum ein Katamaran mit Baby?
Wenn man über Segeln mit Baby nachdenkt, ist die Wahl des richtigen Bootes entscheidend. Für uns kam nur ein Katamaran in Frage – aus mehreren Gründen:
- Stabilität: Katamarane liegen durch ihre zwei Rümpfe deutlich ruhiger im Wasser. Das bedeutet weniger Schaukeln – ein klarer Vorteil für Babys, die schlafen oder einfach entspannt mitreisen sollen.
- Platzangebot: Für unseren Segelurlaub mit Baby haben wir uns bewusst für eine Lagoon 46 vom Anbieter Hellenic Yachting entschieden – ein moderner, äußerst geräumiger Katamaran mit vier Doppelkabinen und vier voll ausgestatteten Badezimmern, jeweils mit eigenem WC und Dusche. Ideal, wenn man als Familie unterwegs ist – und vielleicht sogar noch Freunde mitnehmen möchte. Die Möglichkeit besteht nämlich, denn Platz ist genug vorhanden.
- Klimatisierung: Gerade im Spätsommer kann es in Griechenland noch ordentlich heiß werden. Umso angenehmer, dass die Lagoon 46 klimatisiert ist – für erholsame Nächte, angenehme Mittagsschläfchen für unseren Sohn und eine kühle Rückzugsmöglichkeit bei großer Hitze.
- Wasseraufbereitung an Bord: Die automatische Wasseraufbereitungsanlage sorgt dafür, dass wir an Bord immer ausreichend Frischwasser zur Verfügung haben – sei es für das Duschen, Waschen oder den alltäglichen Bordbetrieb.
Vertrauen in die Crew – und bewusste Entscheidung für Unterstützung
Auch dieses Jahr begleitet uns unsere erfahrene Skipperin, die uns bereits viermal durch die griechischen Inseln geführt hat. Dieses langjährige Vertrauensverhältnis ist für uns als frischgebackene Eltern Gold wert.
Zusätzlich haben wir uns heuer ganz bewusst dafür entschieden, eine Hostess mit an Bord zu nehmen – eine enge Freundin unserer Skipperin. Wir kennen sie zwar noch nicht persönlich, aber die Empfehlung kommt von jemandem, dem wir zu 100 % vertrauen.
Warum diese Entscheidung? Ganz klar: Sicherheit und Entlastung. Beim An- und Ablegen des Bootes möchten wir uns voll und ganz auf unser Baby konzentrieren können, ohne parallel mit Leinen, Fendern oder dem Manövrieren beschäftigt zu sein. Die Hostess übernimmt sämtliche Anlegemanöver gemeinsam mit der Skipperin – wir müssen keinen Handgriff machen und können ganz für unser Kind da sein.
Zusätzlich kümmert sich die Hostess täglich um die Reinigung des Bootes, was uns unglaublich viel Freiraum gibt. Und: Sie kocht für uns! Nicht nur nach unseren Vorlieben, sondern auch typisch griechische Spezialitäten – frisch, lokal und super lecker. Für uns ist das ein riesiger Vorteil, denn so bleibt die Bordküche für uns Eltern weitgehend arbeitsfrei – und das bedeutet: mehr gemeinsame Zeit, weniger Stress.
Sicherheit an Bord – unsere ersten Maßnahmen
Bootfahren mit Baby bringt natürlich viele neue Fragen mit sich. Die Sicherheit unseres Sohnes steht für uns an erster Stelle. Deshalb setzen wir auf:
- eine gut sitzende Baby-Rettungsweste,
- ein tragbares Philips Avent Babyphone mit Kamera, Ton und Temperaturfühler,
- ein Sonnensegel über dem Hauptdeck,
- ein Reisebett um den Luftzug der Klimaanlage und mögliche Insekten abzuwehren
- eine kleine, sichere Spielecke,
- ausreichend Schattenplätze und eine klar strukturierte Tagesroutine.
Auch Sicherheitsnetze am Geländer und Anti-Rutsch-Matten sind bereits eingeplant. So schaffen wir eine Umgebung, in der unser Baby sich geschützt und geborgen fühlen kann.
Vorteile, die wir uns vom Segeln mit Baby versprechen
Noch liegt das Abenteuer vor uns – aber auf Basis unserer bisherigen Reisen und der intensiven Vorbereitung sehen wir bereits viele Vorteile:
- Keine ständigen Ortswechsel: Wir müssen nicht jeden Tag neu packen – unser schwimmendes Zuhause begleitet uns einfach.
- Ruhe für Mittagsschlaf & Co: Unser Baby schläft klimatisiert in seiner Kabine, wir nutzen das Babyphone – kein ständiges Rein-und-Raus oder Kompromisse wie im Hotel.
- Selbstversorgung – ohne Aufwand: Zwar haben wir Küche und Vorräte an Bord, aber durch die Hostess, die täglich für uns kocht, müssen wir kaum etwas selbst tun.
- Keine Poolgefahr, kein Hoteltrubel: Auf dem Katamaran gestalten wir die Umgebung selbst – ohne fremde Einflüsse, dafür mit viel Ruhe und Natur.
- Maximale Flexibilität: Durch die Crew sind wir unabhängig und können auch mal durchschnaufen – für junge Eltern eine unbezahlbare Unterstützung.
Planung – der halbe Urlaub
Ein Segelurlaub mit Baby ist kein spontanes Abenteuer. Aktuell sind wir mittendrin in der Organisation:
- Wir erstellen eine umfangreiche Packliste,
- schnüren ein Vorpaket, das nach Griechenland vorausgeschickt wird – mit Windeln, Pflegeartikeln & allem Wichtigen,
- stimmen uns mit Crew und Charterfirma zu Sicherheitsfragen und Essenswünschen ab,
- und bereiten alles so vor, dass wir an Bord nicht mehr viel nachdenken müssen.
Vorbereitung ist vielleicht nicht romantisch – aber sie ist der Schlüssel zu einem entspannten Start in den Urlaub.
Ein Familienabenteuer mit offenem Ausgang
Noch wissen wir nicht, wie unser erstes Segeln mit Baby wirklich ablaufen wird. Wird unser Sohn das Meer lieben? Werden die Nächte ruhig? Wird der Alltag an Bord so funktionieren, wie wir es uns vorstellen?
All das steht noch offen. Aber genau das macht diese Reise so besonders: Sie ist unser gemeinsamer Start in ein neues Kapitel – mit einem kleinen Menschen an Bord, der unser Leben auf so wunderbare Weise auf den Kopf gestellt hat.
Was als Nächstes kommt
In den nächsten Beiträgen auf unserem Blog nehmen wir euch mit zu:
- unserer vollständigen Packliste für den Segelurlaub mit Baby,
- einem Einblick in Sicherheitsvorkehrungen an Bord,
- einem Rundgang durch die Lagoon 46 – das perfekte Familienboot (?),
- Tipps und Tricks für das Paket nach Griechenland,
- einem Portrait unserer Skipperin,
- sowie Erfahrungsberichten rund um das Leben und Essen an Bord.
Bleibt dran – wir freuen uns, euch mitzunehmen auf unsere Reise in die Welt des Segelns mit Baby!
